Wer kontrolliert die vierte Gewalt?

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Die vierte Gewalt in unserer Demokratie – Presse und Rundfunk – werde heute immer mehr kritisiert, korrigiert und kontrolliert durch die fünfte Gewalt der vernetzten Vielen. Das sind die kritischen Mediennutzer, die sich keine Meinung mehr aufdrängen lassen, sondern eine eigene Sicht auf die Dinge entwickeln wollen. Ihr Anliegen sei nicht mehr eine Sichtweise, eine Meinung oder eine Wahrheit, sondern mittels der Vielfalt verfügbarer Informationen eine differenzierte, aus unterschiedlichen Blickwinkeln selbst geformte Sicht auf politische und gesellschaftliche Ereignisse. An die Stelle eines kritischen Vergleichs von Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen tritt ein Mosaik von Informationen, wie man sie scheinbar ungefiltert im Internet finden kann.

„Eine solche Intention entspricht den Grundwerten, um die wir uns an der Universität Witten/Herdecke im Kern bemühen: um ein von wirtschaftlichen und staatlichen Interessen unabhängiges Forschen und Lehren (Freiheit), um ein nicht einzig zweck,- sondern wert- und system-orientiertes Erkennen (Wahrheit) sowie um ein auch die Folgen im Kontext des Ganzen berücksichtigendes Handeln (Verantwortung)“, sagt der Kunstwissenschaftler Dr. David Hornemann von Laer, der Dr. Daniele Ganser nach Witten eingeladen hat.

In seinem Vortrag wird Ganser zeigen, welche Recherchemöglichkeiten das Internet an die Hand gibt und wie man zwischen Fakten, Meinungen und Propaganda unterscheiden kann. Anhand konkreter Beispiele aus den letzten 25 Jahren (Krieg um Kuwait 1990, Terroranschläge vom 11. September 2001, Krieg in der Ukraine 2014/15) wird Ganser kritisch auf die Leitmedien blicken und Bausteine an die Hand geben, mittels derer sich jeder selbst ein eigenes Urteil bilden kann.

Ein Vortrag vom Schweizer Historiker Daniele Ganseran an einer echten Uni.

“Die Universität ist ein Ort der Erkenntnissuche und kein Ort des Dogmas. Sie ist ein Ort der lebendigen Auseinandersetzung auch mit abweichenden Meinungen und der kritischen Diskussion auch ungewöhnlicher Thesen. Genau das heißt Forschung und Lehre….ohne Wenn und Aber hält die Wissenschaft und mit ihr die Universität daran fest, dass neue Fragen so wichtig sind wie alte Wahrheiten. Die Universität Witten/Herdecke fühlt sich diesem Ethos verpflichte

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