Also, ich finde es im Grunde vorbildlich: 19’000 Kunden verlieren sichere Kommunikation

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Im Zuge des Schlages gegen einen “großen kriminellen Kommunikationsring” werden jetzt die Server und die Endgeräte von dem Niederländischen Forensischen Institut gesichtet und entschlüsselt.

Ennetcom: Regierung in grossen kriminellen Kommunikationsring verwickelt?

Man ist bei Ermittlungen gegen Kriminelle darauf gestossen, dass diese modernste Kommunikationsmittel einsetzen und dass man da nicht drankommt. Die übliche Blackberry-Hintertür (die es ja niemals nicht gegeben haben kann…) hat nicht funktioniert.
Also entschliesst man sich zu einer Aktion, die zwar massiven Beifang erzeugt, informiert aber alle Betroffenen am _Anfang_ der Aktion darüber.
Hierzulande wird Überwachungs-Beifang nicht mal nach Ende der Massnahme informiert. Obwohl das im Gesetz eigentlich vorgesehen ist.
Man kann darüber streiten, ob die NL-Polizei auch anders an die Kommunikation drangekommen wäre, die sie (berechtigterweise) interessiert.
Man kann sich auch auf die Extremposition begeben, dass wenn nur eine unschuldige Person im Beifang landen könnte, jede Massnahme zu unterbleiben hat.
Diese Position hört mann immer wieder, und genauso oft ist sie Unfug.
Jedenfalls wäre bei uns die politische Lage bezüglich Überwachungsgesetzen deutlcih anders, wenn auch jeder zu Unrecht Überwachte über die Tatsache der Überwachung informiert würde. So wie beim Nachbarn offenbar geschehen. Anfangsverdacht ergibt sich immer sehr schnell.

Meinen Namen hat man schon mehrfach für Warenkreditbetrug (bestellt, geliefert, nie bezahlt) misbraucht und jedesmal wurde ein Verfahren gegen mich begonnen. Und ebensoschnell wegen der offenkundigen Unschuld wieder eingestellt. Und genauso wird das in diesem Beispiel für den ganzen Beifang geschehen.

Ich finde die Aktion daher eher cool.

hase (Hartmut Semken,mehr als 1000 Beiträge seit 12.04.2000)
Quelle:(Heise Forum)

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