Der Datenschutz geht den gleichen Weg wie das Bankgeheimnis: Datenreichtum statt Datensparsamkeit

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Schon während der Verhandlungen um die Datenschutzgrundverordnung hatte Deutschland sich im EU-Ministerrat für Schwächungen der Betroffenenrechte eingesetzt. Durchsetzbar waren im Ergebnis jedoch nur die Öffnungsklauseln. Der jetzige Vorstoß des Bundesinnenministeriums erweckt den Eindruck, dass genau die Verschlechterungen des Datenschutzes, welche die Bundesregierung auf EU-Ebene bislang nicht durchdrücken konnte, nun auf dem Umweg über das nationale Recht verankert werden sollen.
Dieser Eindruck wird unter anderem auch dadurch bestärkt, dass etwa Bundeswirtschaftsminister Gabriel, Bundesverkehrsminister Dobrindt und Bundeskanzlerin Merkel in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder eine Abkehr vom Grundsatz der Datensparsamkeit propagiert haben. An dessen Stelle soll nach ihrer Vorstellung das Prinzip des „Datenreichtums“ treten. Für sie sind personenbezogene Daten weniger ein schützenswertes Gut als vielmehr Roh- und Treibstoff für die Digitalwirtschaft. Neue datenbasierte Geschäftsmodelle sollen entstehen, weshalb personenbezogene Daten in möglichst großem Umfang anfallen und Unternehmen möglichst freie Hand beim Umgang mit diesen Daten erhalten sollen. (Quelle: Digitalegesellschaft)

Was bewirkt der Datenreichtum bei den Banken?

Seit die Schweizer Banken in den Kostenspar-Modus gewechselt haben, schwinden die Arbeitsstellen in der Finanzbranche. Besonders prekär ist die Situation in der Rhonestadt.

Im dritten Quartal 2016 hat die Zahl der arbeitslosen Banker weiter zugenommen, wie der vierteljährlich erscheinenden Erhebung ‹Arbeitgeber Banken Monitor› zu entnehmen ist. Insgesamt beschäftigte die Bank-Branche per Ende September noch 104’000 Personen.

Im ersten Halbjahr 2016 verschwanden bereits etwa 3’500 Jobs, wie finews.ch berichtete. Und die Branche rechnet mit weiteren Sparmassnahmen – als Antwort auf erodierende Erträge. Erst vergangene gab die Privatbank Notenstein La Roche den Abbau von 100 Stellen bekannt. (Quelle:finews)

Was bewirkt der Datenreichtum bei der Vermögensverteilung ?

Der Datenreichtum ist Roh- und Treibstoff für die Digitalwirtschaft.

In dieser Digitalwirtschaft ist es offensichtlich möglich das die Bevölkerung nicht erkennen kann wie arm sie bereits geworden ist und freiwillig mit Datenspenden noch ärmer werden will.

Wir lieben Überwachung weil sie uns arm macht.

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