Golem.de Testbericht Privacy-Boxen lückenhaft

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Alle 4 Geräte versprechen mehr Privatsphäre für die Nutzer, mit unterschiedlichen Methoden. Einige bauen einen einfachen VPN-Tunnel auf, außerdem sind bei allen Geräten Technologien zur Ausfilterung von Werbung und Tracker-Netzwerken eingebaut.

Upribox

Doch wie viel mehr Privatsphäre bietet das Gerät eigentlich, verglichen mit einem Browserplugin wie Ghostery? “Eigentlich genauso viel”, sagt Projektleiter Huber im Gespräch mit Golem.de.
Weil es das Gerät noch nicht zu kaufen gibt, könnten wir derzeit noch gar keine Kaufempfehlung geben.

 

Eblocker

Auch bei diesem Gerät gilt: Es ist vor allem geeignet, um weniger IT-affine Verwandte und Bekannte zu versorgen, die keine Browser-Plugins, keinen Tor-Browser und keinen VPN installieren wollen. Die Funktion zur Geräteverschleierung finden wir interessant und gut umgesetzt. Als alleiniges Kaufargument reicht uns das aber nicht.

 

Relaxbox

Wenn die Relaxbox in den Handel kommt, wird es verschiedene Tarife geben: Free – damit werden maximal 1 MBit/s möglich. Im Basic-Tarif werden Surfgeschwindigkeiten von bis zu 10 MBit/s versprochen – für 6,99. Werbeblocker, Google Safe Browsing, Phishing-Schutz und Jugendschutzfilter sind jedoch erst im teuersten Tarif enthalten. Der Premium-Tarif kostet 10,99 im Monat und soll bis zu 30 MBit/s ermöglichen.

 

Trutzbox

(JonDonym-* und Tor-Box)

Die in diesem Test wichtige Grundfunktion der Anonymisierung, beziehungsweise des Tracker- und Werbeblockers, erfüllt das Gerät. Zum Einsatz kommt einerseits Technik des deutschen VPN-Anbieters Jondonym, alternativ kann eine Verbindung über das Tor-Netzwerk hergestellt werden.
Dank der leistungsfähigen Hardware und der sehr umfangreichen Dokumentation überzeugt uns das Gerät. Der Preis ist mit 299 Euro jedoch auch höher als bei den anderen Geräten – das liegt vor allem an der verwendeten Hardware. Nach Ablauf des ersten Jahres kosten die Trutz-Services 5 Euro im Monat.
Der Anbieter hat kein eigenes Netzwerk.

*) Nachdem nun die öffentliche Förderung des AN.ON-Projektes ausgelaufen ist, startet das Internet-Anonymisierungstool JAP in seine kommerzielle Zukunft. Die Client-Applikation JAP wurde dazu in JonDo umbenannt, der Anonymisierungsdienst AN.ON in JonDonym.
Zwar sollen auch in Zukunft unter anderem durch das ULD, die TU-Dresden und den Chaos Computer Club kostenlose AN.ON-Dienste angeboten werden, die Mehrzahl der Server wird künftig aber kostenpflichtig.

 

Der erste Leserkommentar auf golem.de:

Enigmabox

Autor: 2ge 15.04.16 – 10:14

Warum wurde die Enigmabox hier nicht berücksichtigt? Ein Opensource Projekt aus der Schweiz.

http://dasnetz.net/2015/enigmabox-sichere-internet-und-telefonverschluesselung-out-of-the-box/

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