Web-Browser Opera: Gratis VPN für die Massen-Überwachung

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Opera sammelt anonyme Metadaten über die Nutzung seines Services – und verkauft die Informationen an Unternehmen, die verstehen wollen, wie sich Mobilnutzung entwickelt.

Chris Housten, Chef von SurfEasy, hat das in einem Blogbeitrag erklärt: Vergleichbar sei das mit einer Umfrage mit einer großen Anzahl an Nutzern. Persönliche Daten würden weder gespeichert noch weitergegeben. In Zukunft könnte es außerdem Werbung in der App geben.

„Wir verstehen, dass dieser Service nicht für jeden das Richtige ist“, schreibt Housten.

Deshalb gebe es von SurfEasy weiterhin ein Abo-Modell.

„Aber wir glauben, dass es eine große Anzahl von Menschen gibt, die einen kostenlosen VPN vorziehen und damit leben können, für den Wert Daten auszutauschen.“

Wie groß die Beliebtheit von VPN-Diensten ist, zeigt ein Beispiel der Videostreamingplattform Netflix. Weil die amerikanische Version die meisten Serien und Filme enthält, haben Millionen Nutzer jahrelang VPN-Dienste genutzt. Inzwischen blockiert Netflix das – sehr zum Unmut seiner Nutzer, die davor warnen, dass so die Piraterie gefördert werde. Netflix bleibt jedoch hart. Und könnte so ein Vorbild für Youtube werden. (Quelle: FAZ)

 

Der Auslandsgeheimdienst sammelt in großem Stil Metadaten und liefert sie an die NSA. Das erfuhr ZEIT ONLINE.
Die Amerikaner nutzen solche Daten zum Töten.

Metadaten helfen Amerikas Geheimdiensten beim Töten. Und der Bundesnachrichtendienst hilft der NSA und der CIA, genau solche Metadaten zu sammeln. Nicht gezielt, sondern massenhaft. Viele Millionen Metadaten fischt der BND ab und reicht sie an die amerikanischen Dienste weiter. Genauer: 220 Millionen jeden Tag.

Im deutschen Auslandsgeheimdienst vollzieht sich ein Paradigmenwechsel. Statt einzelnen Verdächtigen nachzuforschen, setzt der BND auf Massenüberwachung. Recherchen von ZEIT ONLINE zeigen nun zum ersten Mal, wie umfangreich dieser Umbau ist und wie problematisch.

Früher belauschten Spione Menschen, sie kopierten heimlich Briefe und hörten Telefonate ab. Sie wollten wissen, was die Leute sagen, was sie miteinander verabreden und sich gegenseitig weitererzählen. Bis heute bestimmt der mithörende Agent mit den Kopfhörern auf den Ohren die Vorstellung davon, wie Überwachung funktioniert. Doch das ist die Vergangenheit.

Die Spione der Gegenwart interessieren sich für ganz andere Spuren: Metadaten. Aus ihnen können die Geheimdienste herauslesen, wer wann wo mit wem und wie lange kommunizierte. Jede E-Mail trägt solche Metadaten, jede SMS, jedes digitale Bild, jede WhatsApp-Nachricht. Wer sie interpretieren kann, weiß nicht nur, was Menschen einander erzählen. Metadaten verraten viel mehr: Wo Menschen gerade sind, woher sie kamen, was sie im Moment tun, sogar was sie planen. Sie enttarnen jedes Versteck und jeden heimlichen Kontakt. “We kill people based on metadata”, sagte der frühere NSA- und CIA-Chef Michael Hayden 2014. Wer die passenden Metadaten kennt, weiß, wohin er die tödliche Drohne schicken muss.

Genau so gehen NSA und CIA vor. Die menschlichen Ziele, auf die amerikanische Drohnen im Jemen, in Somalia oder Afghanistan ihre Hellfire-Raketen abschießen, werden mit ebensolchen weltweit mitgeschnittenen Metadaten ermittelt – mit GPS-Standortkoordinaten, mit Kommunikationsmustern, mit Kennungen von Mobiltelefonen. Anhand dieser Informationen lassen sich auch Profile erstellen und Muster im Verhalten der Zielperson erkennen. So können die Geheimdienste mit großer Sicherheit voraussagen, was eine bestimmte Person als Nächstes tun wird, wo sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt aufhalten wird. Für die NSA sind Metadaten eine der wichtigsten Informationsquellen.

Auch im BND weiß man schon lange um die Macht der Metadaten. Seit dem 11. September 2001 wird dort überlegt, die Arbeit stärker auf solche Daten zu stützen. Seit 2002 nahmen diese Überlegungen Kontur an, belegen Aktenvermerke des Dienstes. Sie zeigen auch, dass der BND inzwischen große Teile seiner Überwachung auf die Auswertung von Metadaten umgestellt hat.

ZEIT ONLINE hat von geheimen Akten des Auslandsnachrichtendienstes erfahren, aus denen hervorgeht, dass fünf Dienststellen daran beteiligt sind, Metadaten in großem Stil zu sammeln. In den BND-Außenstellen in Schöningen, Rheinhausen, Bad Aibling und Gablingen laufen in aller Welt abgesaugte Metadaten ein, 220 Millionen davon an jedem einzelnen Tag. Zwischen einer Woche und sechs Monaten werden sie dort gespeichert und nach bislang unbekannten Kriterien sortiert. Die Daten werden aber nicht nur gesammelt. Sie werden auch genutzt, um Verdächtige zu beobachten und zu verfolgen.

Woher der BND die Daten genau bezieht, ist noch unklar. Der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages hat aufgedeckt, dass der Geheimdienst sowohl Satellitenkommunikation als auch Internetkabel abhört. Die 220 Millionen Metadaten sind nur ein Teil dessen, was bei diesen Abhöraktionen anfällt. Sicher ist, dass die Metadaten allein aus “ausländischen Wählverkehren” stammen, also aus Telefonaten und SMS, die über Mobilfunk und Satelliten geführt und verschickt wurden. (Quelle: Die Zeit)

 

Europol-Chef warnt vor Verschlüsselung

30. März 2015

Europol-Direktor Rob Wainwright meint, “das größte Problem für Sicherheitsbehörden” sei es, wenn Krypto-Produkte breit eingesetzt werden.
Ein Sprecher der britischen IT-Lobby TechUK unterstrich, dass Verschlüsselung “ein essenzieller Baustein der modernen Welt” sei und Großbritannien helfe, eine Führungsstellung in der Welt zu behalten.

Die Branche (z.B. Opera?) arbeite eng mit Sicherheitsbehörden zusammen. (Quelle:dasnetz.net)

 

 

Was sind Metadaten?

Metadaten umfassen beinahe alles, was Nutzer täglich online machen. Das fängt an bei den Seiten, die besucht werden, samt dem kompletten Browserverlauf, und geht bis hin zu spezifischen Passwörten, die benutzt werden.

Da sehr viele Nutzer das Netz für die verschiedensten Ereignisse nutzen, fallen auch entsprechend viele Daten an:
Von der Jobsuche bis zum Nachschlagen was denn eigentlich der Arzt auf das sauber gefaltete Rezept geschrieben hat. Im Metadaten-Netz wird auch der anschliessende Telefonanruf in die Psychiatrie zu der Linkliste mit den Lebenshilfebücher bei Amazon verwoben. Das dabei entstehende für den normalen Nutzer unsichtbare Parallel-Netz wird zum digitalen Doppelgänger.
Das Muster im Metadaten-Netz wird erst bei der Recherche als Profil sichtbar. Diese Profile sind heute für viele Entscheidungen unverzichtbar. Mit dem Verkauf der Profile wird das kostenlose Internet erst ermöglicht.

Der unsichtbare Teil vom Netz finanziert den sichtbaren Teil vom Internet. (Opera VPN ist Kostenlos…) (Quelle: dasnetz.net)

Enigmabox: Telekommunikation unter dem Radar (nicht Kostenlos)

Achtung noch mehr Werbung

 

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